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NRW-Energiestrategie nicht zukunftsfähig

Die Beratungen zur Energieversorgungsstrategie der Landesregierung gehen in die finale Phase. Die Erneuerbare-Energien-Branche kritisiert den bisherigen Zwischenstand scharf und fordert grundlegende Anpassungen.

Am kommenden Montag findet eine letzte Arbeitsgruppensitzung zur Energieversorgungsstrategie im NRW-Wirtschaftsministerium statt. An den bisher vorgestellten Zwischenergebnissen übt der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) scharfe Kritik: „Vor dem Hintergrund des Pariser Klimaschutzvertrages und den Zielen der Energiewende muss ein starker Ausbau Erneuerbarer Energien heute zentrale Grundlage aller energiestrategischen Überlegungen sein. Auch wenn die Landesregierung angibt, die Ergebnisse der Kohlekommission 1:1 umsetzen zu wollen, gilt dies ganz offensichtlich nicht für den Aufbau des neuen Energiesystems. Vielmehr gewinnt man beim Strategieentwurf den Eindruck, dass die Landesregierung noch vor der Kohle wieder aus der Windenergie aussteigen will“, so Dipl.-Ing. Reiner Priggen, Vorsitzender des LEE NRW.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung geht davon aus, dass durch ihre Einschränkungen bei der Windenergie nur noch rund ein Drittel der bisherigen Potentialflächen in NRW erhalten bleiben. Damit würde der notwendige weitere Ausbau eines zentralen Leistungsträgers der Energiewende massiv beschränkt werden. Bioenergie und Wasserkraft, die wichtige Beiträge zur Netz- und Systemstabilität leisten können, werden in den strategischen Überlegungen bisher gar nicht erwähnt. Bei der Photovoltaik werden die großen Potentiale in NRW benannt. Allerdings fehlt es völlig an konkreten Maßnahmen, wie diese bestmöglich erschlossen werden sollen. Gleiches gilt für die Geothermie, bei der die Potentiale aber vor allem in der Wärmeerzeugung und nicht in der Stromerzeugung liegen.

„Viele Unternehmen in Deutschland und NRW wollen die Energiewende längst selbst aktiv durch eigene Investitionen in Erneuerbare Energien vorantreiben, weil sie ihre eigene Verantwortung spüren und akzeptieren. Hierzu erwarten sie von der Landesregierung, dass sie die Erneuerbaren Energien und eine intelligente Energiewende unter Berücksichtigung aller relevanter Sektoren wie Wärme, Kälte, Strom und Mobilität, in das Zentrum ihrer nachhaltigen Überlegungen stellt. Die bisherigen Zwischenergebnisse werden diesem Anspruch nicht gerecht und bedürfen intelligenter Strategien und zeitgemäßer Konkretisierungen. Denn beim absehbaren Ende der Kohle wird das Energieland NRW nur durch neue klimafreundliche Technologien Investitionen, Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Energiesektor sichern können – aktuell zerstört diese Landesregierung Wertschöpfung und Arbeitsplätze in NRW“, so Jörg Heynkes, Unternehmer seit 34 Jahren, stellvertretender Vorsitzender des LEE NRW und zugleich Vizepräsident der Bergischen IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid.

E-Taxen sind die Zukunft

Ein Umstieg auf E-Fahrzeuge zahlt sich für viele Taxiunternehmen aus. Das ist wohl die wichtigste Erkenntnis des Infonachmittags, der jetzt in den Räumen der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen, Zweigstelle Paderborn + Höxter (IHK) stattfand. Zusammen mit der IHK hatte der Landesverband Erneuerbare Energien NRW – Regionalverband OWL alle Taxiunternehmen in der Region zu der Veranstaltung „E-Mobilität im Taxi-Gewerbe – Zukunft oder Zumutung?“ eingeladen.

Doch das Interesse in der Branche war verhalten, offenbar sind die Vorbehalte gegen das Thema noch sehr groß. „Das ist allerdings unbegründet“, meint Bernd Hoose, Berater von Taxi Bednarz aus Bochum, bundesweit einem der ersten Taxiunternehmen, das seine Flotte teilweise auf E-Fahrzeuge umstellte.

Laut Hooses Erfahrungen spricht vieles für die E-Mobilität im Taxi-Gewerbe: So lägen die Betriebskosten für ein E-Taxi bis zu 50 Prozent unter dem eines konventionellen Diesel-Fahrzeugs. Auch die Anschaffungskosten seien dank der Förderung durch Bund und Land abhängig vom Fahrzeugtyp teilweise günstiger. Weitere Vorteile seien die marginalen Wartungskosten und die hohe Zuverlässigkeit der E-Fahrzeuge.

Letzteres konnten auch Barbara Kuttowski-Klima und ihr Mann André Kuttowski bestätigen, die in ihrem Paderborner Taxibetrieb mittlerweile drei Tesla-Modelle fahren und damit in ihrer Branche Vorreiter in der Region sind.

Allerdings waren sich die praxisnahen Experten auch einig, dass die öffentliche Ladeinfrastruktur in den Städten deutlich ausgebaut werden müsse – insbesondere an Schnell-Ladesäulen fehle es, was bisher auch dem komplizierten deutschen Eichrecht geschuldet sei.

Mike Süggeler, Leiter Innovation beim Energiedienstleister Westfalen Weser Energie, erläuterte, dass sein Unternehmen in den letzten Jahren 200 Ladepunkte im Netzgebiet installiert habe, so dass alle 20 Kilometer öffentliches Laden möglich sei.

Die Städte Paderborn und Herford zum Beispiel arbeiten derzeit an einem Elektromobilitätskonzept, das in den nächsten Jahren einen massiven Ausbau von Ladesäulen vorsieht, wie Dr. Dietmar Regener vom ASP Paderborn ausführte. Diesem planerischen Beispiel sollten andere Kommunen in der Region folgen, um auf den steigenden Bedarf vorbereitet zu sein, so der Regionalverband OWL im Landesverband Erneuerbare Energien NRW.

Bei Rückfragen:                Sonya Harrison

Geschäftsstelle OWL des LEE NRW

Vattmannstraße 6

33100 Paderborn

05251 – 68 25 733

Windstrom für Benteler – Asselner Windkraft schließt Werk in Kleinenberg an Windpark an

Im Benteler-Werk in Lichtenau-Kleinenberg werden Module für die Abgasrückführung und Kraftstoffverteilersysteme von Autos jetzt auch mit Strom aus Windkraft hergestellt. Bis zu 50 Prozent der benötigten elektrischen Energie stammen künftig aus dem Windpark Asseln. Der Automobilzulieferer verbessert mit dem Projekt auf einen Schlag deutlich seine CO2-Bilanz. Die jährlichen 8 Mio. Kilowattstunden Windstrom entsprechen etwa dem Jahresverbrauch von 2000 Haushalten.

Möglich macht es eine Kooperation zwischen BENTELER und der Asselner Windkraft GmbH & Co. KG. Für das Vorzeige-Projekt wurde eigens ein über 10 Kilometer langes Kabelnetz vom Windpark bis nach Kleinenberg gebaut. In der Rekordzeit von gerade mal 4 Monaten schaffte es die Asselner Windkraft, die 30 Kilovolt-Kabeltrasse zu realisieren. Unter anderem waren dafür auch Verhandlungen mit etwa 100 Grundstückseigentümern entlang der Trasse geführt worden. Auch im BENTELER-Werk selbst waren umfangreiche Bauarbeiten notwendig, um den Windstrom ins Werksnetz einzuspeisen. Gleichzeitig mit der Versorgung durch Strom aus erneuerbarer Energie erweiterte das Unternehmen auch seine Leistungskapazitäten.

„Dieses Projekt ist ein Vorzeigeprojekt, wenn es um die Lieferung von Industriestrom aus Windkraft geht“, freut sich der Geschäftsführer der Asselner Windkraft Johannes Lackmann.

Er hat die Partnerschaft mit BENTELER maßgeblich vorangetrieben und auch das wirtschaftliche Risiko der langen Kabeltrasse nicht gescheut. Durch das Projekt bekommen einige Altanlagen im Asselner Windpark neues Leben eingehaucht. Statt die Maschinen, die technisch noch einwandfrei sind, aus wirtschaftlichen Gründen abbauen zu müssen, können sie so noch einige Jahre länger drehen und Ökostrom ins Kleinenberger Werk liefern.

„Leider will die Koalition in Berlin solchen Lösungen jetzt durch eine neue Steuererhöhung die Grundlage entziehen“, erläutert Lackmann und ist damit nicht einverstanden. Die Politik stelle durch die Einführung einer Stromsteuer auf solche Grünstrom-Netze wie es das Kabelsystem zu BENTELER sei, die Wirtschaftlichkeit infrage. Während der Bau der Trasse schon lief, habe es aus Berlin den Vorstoß gegeben, künftig eine Steuer von 2ct je Kilowattstunde zu erheben, die durch solche Leitungen fließe. Für das Asselner Projekt, das im Übrigen ohne öffentliche Fördergelder oder Zuschüsse realisiert wurde, bedeute das jährliche Mehrkosten von bis zu 160.000 €.

„Damit wird die Energiewende bewusst behindert und Industriebetrieben wie BENTELER die Möglichkeit genommen, ihre Umweltbilanz zu verbessern“, so Lackmann, der früher 10 Jahre lang ehrenamtlich den Bundesverband Erneuerbare Energien geleitet hat.

Man werde sich das aber nicht gefallen lassen und weiter auf politischer Ebene gegen diese Steuererhöhung vorgehen. Dabei setze man auch auf die lokale Politik, die sich für den Ausbau solcher Grünstromnetze zugunsten der heimischen Wirtschaft stark machen müsse. Schließlich versorge sich der Kreis Paderborn bilanziell schon jetzt zu über 112 Prozent selbst mit Ökostrom.

SPITZE NADEL 2019: Damit Kleidung endlich fair wird – Bewerbung bis zum 30. April

[Berlin/Paderborn, 19.02.2019] – Das INKOTA-netzwerk und die gemeinnützige Gesellschaft cum ratione loben zum vierten Mal den mit 10.000 Euro dotierten Preis SPITZE NADEL aus. Damit werden besonders kreative und wirksame Aktionen ausgezeichnet, die Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen in Schuh- und Textilfabriken weltweit anprangern. Noch bis zum 30. April können sich Gruppen, Initiativen und Vereine bewerben, die mit ihrer Aktion die öffentliche Aufmerksamkeit auf die dunkle Seite der Modeindustrie gelenkt haben.

 „Aktionen und öffentlicher Druck können eine Menge bewirken“, betont Kerstin Haarmann von der gemeinnützigen cum ratione gGmbH aus Paderborn. „Engagement und Solidarität sind weiter gefragt, um die Bedingungen in den Textil- und Schuhfabriken weltweit zu verbessern“. Dass weiterhin hoher Handlungsbedarf besteht, verdeutlichen die aktuellen Ereignisse in Bangladesch: So wurden Proteste von Textilarbeiter*innen für höhere Löhne erneut gewaltsam niedergeschlagen. Auch das nach dem Unglück von Rana Plaza abgeschlossene Abkommen für Brandschutz und Gebäudesicherheit steht vor dem Aus.

Seit Jahren wächst der Druck auf die internationale Mode- und Bekleidungsindustrie, Menschenrechte bei der Arbeit entlang der Lieferkette umzusetzen „Strukturelle Veränderungen sind längst überfällig, damit die Kleidung, die wir tragen, endlich fair und menschenrechtskonform wird“, sagt Lena Janda von der Entwicklungsorganisation INKOTA. Menschenrechtliche Sorgfaltspflichten und Haftungsregeln für Unternehmen müssten endlich gesetzlich verankert werden. „Der Vorstoß für ein Gesetzesvorhaben für nachhaltige Wertschöpfungsketten aus dem Bundesentwicklungsministerium ist absolut richtig und lange überfällig. Wenn Regeln verletzt werden, müssen Unternehmen zur Rechenschaft gezogen werden“, so Janda.

Der Aktionspreis SPITZE NADEL würdigt das Engagement von Menschen, die Missstände in der Textil- und Schuhbranche auf innovative Weise anprangern und damit auch ihr Umfeld zum Nachdenken und Nachahmen anregen. Alle Aktionen, die im Zeitraum vom 1. Mai 2018 bis zum 30. April 2019 stattgefunden haben, können eingereicht werden.

INKOTA und cum ratione wollen mit der SPITZEN NADEL dazu ermutigen, dass das Thema weiter in der Öffentlichkeit präsent ist. Dadurch wird auch die Politik dazu gedrängt, sich stärker für die Einhaltung der globalen Menschenrechte bei der Arbeit einzusetzen.

Die Verleihung für den bundesweit einmaligen Preis findet während der Neonyt (ehemals Ethical Fashion Show) vom 2. bis zum 4. Juli 2019 im Kraftwerk Berlin statt.

Weitere Informationen:

www.spitze-nadel.de

AnsprechpartnerInnen:

Lena Janda, INKOTA-netzwerk, Mobil: +49 (0)160 94 69 87 70, E-Mail: janda@inkota.de

Lara Schröder, cum ratione gGmbH, Tel.: 05251-6825-892, E-Mail: lara.schroeder@cum-ratione.org

Branche lädt ein: Tage der Erneuerbaren Energien 2019

Seit Wochen gehen junge Leute unter dem Motto #FridaysForFuture für den Klimaschutz auf die Straße. Die NRW-Branche der Erneuerbaren Energien lädt alle interessierten Schülerinnen und Schüler zu den Tagen der Erneuerbaren Energien ein.

Die Erneuerbare-Energien-Branche in Nordrhein-Westfalen lädt Schulen im ganzen Land zu den Tagen der Erneuerbaren Energien 2019 ein. Bei der Aktion lernen Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen vor Ort und in der Praxis alles rund um Klimaschutz, Energiewende und Erneuerbare Energien. Eine Woche lang öffnen Unternehmen dafür ihre Türen, fahren mit den Schulklassen raus in Windparks oder halten Gastvorträge in den Schulen. Die Aktion findet in der Woche direkt nach den Osterferien statt, vom 29. April bis zum 3. Mai.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich auf: https://www.lee-nrw.de/tage-der-erneuerbaren-energien/

Jan Dobertin, Geschäftsführer des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW), hofft auf rege Beteiligung: „Wir begrüßen das Engagement der jungen Leute für mehr Klimaschutz. Das wollen wir unterstützen, indem wir die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrenden zu den Tagen der Erneuerbaren Energien einladen. So können sie direkt vor Ort in Windparks, an Solar- oder Biogasanlagen oder Wasserkraftwerken lernen, wie Klimaschutz und Energiewende in der Praxis funktionieren.“

Der LEE NRW organisiert die Tage der Erneuerbaren Energien bereits im fünften Jahr. Seit 2015 haben über 1000 Schülerinnen und Schüler viele Energiewende-Projekte in Nordrhein-Westfalen besucht. Die Tage der Erneuerbaren Energien finden immer rund um den Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (26. April 1986) statt und sollen Kinder und Jugendliche dafür sensibilisieren, wie wichtig eine sichere und umweltgerechte Energieversorgung ist. Informationen zur Aktion und eine Anmeldung für Schulen und Unternehmen der Branche bietet der LEE NRW auf seiner Website an.

Einladung zur Infoveranstaltung „E-Mobilität im Taxi-Gewerbe – Zukunft oder Zumutung?“

In Deutschland sind zehntausende Taxen unterwegs, allerdings wird nur ein winziger Bruchteil davon elektrisch angetrieben. Die Vorbehalte gegen die E-Mobilität nicht nur im Taxi-Gewerbe sind groß: Zu geringe Reichweite der Fahrzeuge, hohe Anschaffungskosten, mangelnde Lade-Infrastruktur und unzureichende Alltagstauglichkeit. Doch stimmt das wirklich?

In Zeiten von Klimawandel und Dieselfahrverboten in Innenstädten wird ein Umdenken im Straßenverkehr immer existenzieller. Es gibt Beispiele, die zeigen, dass der Umstieg auf ein E-Taxi sich durchaus in vielerlei Hinsicht lohnen kann.

Lernen Sie Kollegen aus der Branche kennen, die bewusst den Schritt in Richtung E-Mobilität gegangen sind. Profitieren Sie von den Erfahrungen aus erster Hand!

In Kooperation mit der IHK Paderborn/Höxter lädt der Landesverband Erneuerbare Energien NRW – Regionalverband OWL interessierte Taxi-Unternehmer zur Infoveranstaltung

„E-Mobilität im Taxi-Gewerbe – Zukunft oder Zumutung?“ am

15. Januar von 14.00 – 17.00 Uhr in den Räumen der Industrie- und Handelskammer Paderborn/Höxter, Stedener Feld 14 in Paderborn ein

Anmeldungen bitte an ostwestfalen@lee-nrw.de

 

Landesverband Erneuerbare Energien

 

 

Solidarität mit der Deutschen Umwelthilfe

Der Vorstand des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW e.V. (LEE NRW) hat sich in seiner Sitzung am 6. Februar 2019 solidarisch mit der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) erklärt und die Angriffe auf den Umwelt- und Verbraucherverband kritisiert. Der LEE NRW schließt sich damit der Solidaritäts-Bekundung des Beirats der Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland e.V. an und ermutigt weitere Vereine, Verbände und Organisationen der Zivilgesellschaft, diesem Beispiel zu folgen.

Der LEE-Vorstand tritt Forderungen entschieden entgegen, dem Verein die Gemeinnützigkeit und die Klagebefugnis zu entziehen. Die Mitglieder des Vorstandes fordern Bundesregierung und Bundestag auf, die DUH als klageberechtigt in Musterfeststellungsverfahren anzuerkennen.

„Eine starke Zivilgesellschaft ist ein Grundpfeiler unserer pluralistischen Demokratie. Die Deutsche Umwelthilfe streitet mit den Mitteln des Rechtsstaats für die Interessen und Rechte von Verbrauchern und Umwelt. Dafür darf sie nicht abgestraft werden“, betont der Vorstand des LEE NRW. „Wir fordern, die unwürdigen Angriffe auf die Klagebefugnis und den Gemeinnützigkeitsstatus der Deutschen Umwelthilfe zu beenden. Generell darf der Gemeinnützigkeitsstatus nicht als politisches Druckmittel genutzt werden.“

„Die Kritiker der Deutschen Umwelthilfe vertauschen Ursache und Wirkung“, so Reiner Priggen (Dipl.-Ing), Vorsitzender des LEE NRW. „Die Deutsche Umwelthilfe engagiert sich in einem schier aussichtslosen Kampf für das Gemeinwohl gegen Rechtsverstöße der Automobilindustrie und der sie stützenden Politiker. Sie hat die gesundheitsgefährdenden Emissionen und Betrugsvorwürfe in Milliardenhöhe auf die Tagesordnung der breiten Öffentlichkeit und der Gerichte gesetzt. Damit verteidigt die Deutsche Umwelthilfe unseren Rechtsstaat. Wir bewerten das Vorgehen gegen die Deutsche Umwelthilfe als Angriff auf die Zivilgesellschaft und werden die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.“

Unterzeichnende Mitglieder des Vorstandes:
Jochen Bals, Hendrik Becker, Bastian Dick, Kerstin Haarmann, Jörg Heynkes, Oliver Hummel, Alexander Krautz, Johannes Lackmann, Andreas Lahme, Heinrich Lieser, Reiner Priggen, Klaus Schulze Langenhorst, Holger Thamm, Franz-Josef Tigges, Thomas Voß, Anton Wissing.

Schreckensnachricht für den Klimaschutz: Windkraftinvestitionen brechen 2018 drastisch ein.

Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, dass 82 Prozent der Bevölkerung den Ausbau der Windenergie befürworten. 68 Prozent machen sich Sorgen um die Auswirkungen des Klimawandels in der Region. 74 Prozent der Befragten fordern, dass sich die Bundesregierung stärker als bisher für die Umsetzung der Energiewende einsetzt.

Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Die Politik hat den Ausbau der Windenergie massiv ausgebremst, wie der ehemalige Bundestagsabgeordnete und mehrfach ausgezeichnete Energieexperte Hans-Josef Fell eindrücklich aufzeigt:

Schreckensnachricht für den Klimaschutz: Windkraftinvestitionen brechen 2018 drastisch ein

 

SynEnergieOWL – Innovatives und nachhaltiges Forschungsprojekt mit praktischem Nutzen für den Verbraucher

An windigen oder sonnigen Tagen gibt es sauberen Strom im Überfluss. Und da die Übertragungsnetze für Strom oft nicht schnell genug ausgebaut wurden, werden wegen Netzengpässen viele Erneuerbare Energien-Anlagen abgeschaltet, während die fossilen Kraftwerke weiterlaufen.

Im Rahmen des EU-Förderprojekts „SynEnergieOWL“ geht die WestfalenWind Strom GmbH zusammen mit neun weiteren Unternehmen der Energiebranche der Frage nach, wie man diesen überschüssigen Strom in Privathaushalten möglichst pragmatisch, kostengünstig und nachhaltig nutzen kann. Am sinnvollsten ist es, diese Energie in den Wärmesektor und in den Mobilitätssektor zu übertragen, heißt konkret: man nutzt den Öko-Strom regional, um damit zu heizen oder das E-Auto zu betanken. Dank moderner Kommunikationstechnik des Netzbetreibers Westfalen Weser Netz soll der Strom dann flexibel und intelligent eingesetzt werden, wenn der Strompreis am Markt besonders günstig ist.

Ein selbst gestecktes Ziel der Projektteilnehmer ist es, eine möglichst preiswerte Steuerungstechnologie zu entwickeln, die auf Millionen von Haushalte übertragbar ist. Ziel ist es auch, die gesamte Palette der Heizungs- und Warmwassersysteme (auch Gas- und Ölheizungen), sowie die Ladeinfrastruktur für E-Autos an das jeweilige Stromangebot aus Erneuerbaren Energien zu koppeln.

Die zwei Millionen Euro, die das zukunftsweisende Projekt über 2 Jahre kostet, werden zur Hälfte vom Land NRW und der europäischen Union getragen.  Die restlichen Kosten werden von den beteiligten Unternehmen beigesteuert. Erklärtes Ziel ist es, dass aus diesem Forschungsprojekt konkret einsetzbare Verfahrensweisen und Produkte entstehen sollen. Die Ergebnisse des Projekts werden im Herbst 2020 vorliegen und der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

 

 

Angehende Raumplaner zu Besuch bei WestfalenWIND

Aus der Theorie in die Praxis: Über 20 Studenten der TU Dortmund haben sich in den letzten Wochen und Monaten eingehend mit dem Thema „Windenergie in der Landespolitik“ befasst. In dem Seminar von Prof. Dr. Klaus Joachim Grigoleit ging es vor allem um Flächennutzungspläne, Konzentrationszonen und den Landesentwicklungsplan. Wie die Windkraftprojektierung in der Praxis funktioniert, wollten die angehenden Raumplaner im Rahmen einer Exkursion bei uns ins Paderborner Land erfahren. Nach einer kurzen Unternehmensvorstellung der WestfalenWind-Gruppe beantwortete der Windkraftprojektierer und Jurist Marcel Welsing die vielen Fragen der Studenten. Diese interessierten sich unter anderem dafür, wie sich das 2017 eingeführte Ausschreibungsmodell für Windenergieanlagen auf die Marktsituation ausgewirkt hat. Auch hatten die Nachwuchs-Raumplaner viel Informationsbedarf in Sachen Artenschutz, Genehmigungshürden- und Verzögerungen sowie Bürgerwindprojekten. Nach einer lebhaften Diskussion und einem Mittagessen ging es dann für die Seminarteilnehmer in den Windpark Asseln bei Lichtenau. Dort waren die Studenten nicht nur überwältigt von der steifen Brise, die dort wehte, sondern auch von Ausmaßen des über viele Jahre größten Binnenwindparks in Europa. Projektingenieur Patrick Georg öffnete der Gruppe die Tür zu einer Enercon-E 115 und gab eine kurze Einweisung in die Technik und den Bau einer solchen Anlage. Mit vielen Eindrücken, die vielfach auf dem Handy festgehalten wurden, fuhren die Studenten wieder zurück nach Dortmund.