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Wird das Stromnetz die kleine Schwester der E-Mobilität?

Im Straßenverkehr sind bislang Verbrennungsmotoren, die mit Diesel oder Benzin betrieben wurden, die treibende Kraft. Das wird sich ohne jeden Zweifel in Zukunft rapide ändern. Die Automobilhersteller investieren in den nächsten Jahren zig Milliarden in die Entwicklung und Ausbau insbesondere der E-Mobilität. Der größte unter ihnen – VW – will bis 2030 allein sechs Gigafabriken für die Produktion von Batterien mit einer Kapazität von 240 GWh pro Jahr aufbauen. Das sind 240 Millionen Kilowattstunden Speicherkapazität in Form von E-Auto-Batterien. Warum sollten wir riesige Stromspeicher wie z. B. Pumpspeicherkraftwerke bauen, wenn die Stromspeicher von Morgen demnächst millionenfach vor unserer Haustür parken?

Vergleichen wir mal die Dimensionen der beiden E-Systeme:

Wir haben in Deutschland eine installierte Kraftwerksleistung von 90 GW. Auf deutschen Straßen fahren heute 57 Millionen Autos mit mindestens 60 kW Leistung. Das ist eine Motorleistung von 3.420 GW. Die deutsche Autoindustrie baut derzeit in zwei Monaten eine Motorleistung von über 90 GW, also pro Jahr die sechsfache Leistung aller deutschen Kraftwerke.

Wir können davon ausgehen, dass ein großer Teil dieser Verbrennerleistung künftig als E-Motorleistung zur Verfügung stehen wird. Dabei ist die elektrische Motorleistung selbst für das Stromsystem uninteressant. Aber verbunden mit der Motorleistung steht die gleiche Leistung an Umrichtern und Batterieleistung zur Verfügung. Auch wenn man unterstellt, dass sich das Mobilitätsverhalten ändern wird, wird die in PKW vorgehaltene E-Leistung die des Stromsystems um das 30-fache übertreffen.

Für das Stromsystem ist dabei vor allem interessant, welche Arbeitskapazität (Leistung x Zeit) damit verbunden sein wird. Die Deutschen werden voraussichtlich auch in Zukunft die Reichweite ihrer Autos nicht nach ihrem täglichen Bedarf planen, sondern eher am Maximalbedarf wie Urlaub etc. ausrichten. Das bedeutet, dass regelmäßig ein Großteil der Kapazität nicht für die Mobilität gebraucht wird und für Netzfunktionen zur Verfügung stehen könnte. Die in den Fahrzeugbatterien gespeicherte Energie könnte zu Zeiten erhöhten Energiebedarfs wieder ans Stromnetz zurückgegeben werden. Dieses Prinzip nennt sich Vehicle-to-Grid – kurz VtG.

PKW mit einer Jahresfahrleistung von 15.000 km stehen etwa 97 % der Jahreszeit irgendwo herum und könnten in dieser Zeit weitgehend mit dem Netz verbunden sein. Bei Berufspendlern mit PKW wäre das tagsüber der Firmenparkplatz und nach Feierabend der Platz vor der Haustür. Inzwischen zeigt die Praxis der E-Fahrzeuge, dass die Batterielebensdauern schon heute bei sorgfältigem Gebrauch viel länger sind, als man es zunächst erwartet hatte.

Wir können davon ausgehen, dass die Batteriekapazität bezogen auf die Motorleistung mindestens 1 Volllaststunde beträgt, also ein 60 kW-Motor entspricht damit 60 kWh Batteriekapazität. Geht man davon aus, dass Carsharing-Modelle und autonomes Fahren zunehmend eine Rolle spielen werden, verbliebe eine Batteriekapazität von ca 2.700 GWh, die zum großen Teil nicht für die täglichen Fahrleistungen gebraucht wird.

Als notwendiges Anreizsystem, dieses Potenzial für das Stromnetz zu erschließen, braucht es stark dynamisierte Strompreise, wie sie etwa der VZBV (Verbraucherzentralen Bundesverband) jetzt vorgeschlagen hat. Dynamische Strompreise, die bei knappem Stromangebot hoch und bei Stromüberschuss niedrig sind, würden den Gebrauch der Batteriekapazität für das Stromnetz wirtschaftlich attraktiv machen.

Wenn wir mal unterstellen, dass auf Basis stark dynamischer Strompreise in der Dunkelflaute nicht 90 GW an Versorgungsleistung gebraucht werden, sondern etwa nur 1/3 also 30 GW, weil der Stromverbrauch bei hohem Preis stark zurückgeht und wir weiter unterstellen, dass von der Batteriekapazität (2.700 GWh) 50 % für Netzfunktionen zur Verfügung stehen, ergibt sich eine Überbrückungszeit von 45 Stunden, also fast 2 Tage.

Es wäre doch absurd, wenn wir nicht anfangen würden, diese beiden E-Systeme über das Thema primitiver Ladesäulen hinaus zusammenzudenken!

Die Hoppecke-Tochter Intilion (Paderborn/Zwickau) verkauft heute den Batteriecontainer (z.B. für Spitzenlastglättung) mit einer Nettokapazität von 1080 kWh für etwas unter 500.000 €, also etwa 450 €/kWh. Die Zellen werden sicher noch im Preis erheblich fallen, aber die Technik dahinter ist Standard und hat nur noch bedingt Kostensenkungspotenzial. Man schätzt, dass der Container im Laufe der Jahre evtl. noch bis 30 % billiger wird. Dann hätten wir also einen Preis von 315 €/kWh.

Wenn VW demnächst eine jährliche Batteriekapazität von 240 GWh aufbauen will, dann entspricht das bei 315 €/kWh einem Batteriewert von 75,6 Mrd. € pro Jahr! Dieses Volumen wird über den Mobilitätssektor finanziert und es kann ein erheblicher Teil davon für den Stromsektor zur Verfügung gestellt werden. Es wäre nicht rational, dieses Potenzial nicht zu nutzen und stattdessen im Stromsektor nochmal eigene Kapazitäten aufzubauen oder andere teure Kapazitätsreserven etwa mit Wasserstoff etc. zu schaffen, nur, weil wir nicht beide Systeme zusammendenken.

Um dieses Potenzial zu heben, sollte jetzt begonnen werden, das dafür notwendige regulatorische Umfeld zu schaffen:

  • im Rahmen der Förderung der E-Mobilität sollten Anreize gesetzt werden, VtG-fähige Fahrzeuge mehr zu fördern als andere.
  • Ladesäulen dürfen nur noch gefördert werden, wenn sie VtG-fähig sind.
  • Die Fahrzeughersteller müssen verpflichtet werden, Kommunikations-Schnittstellen zur Verfügung zu stellen, die den Ladezustand der Fahrzeuge abfragbar machen. Dabei sind jeweils die Vorgaben der Fahrzeugnutzer (Parkzeit, Restkapazität etc.) zu berücksichtigen.
  • Das Allerwichtigste aber ist: Wir brauchen für ein Funktionieren der Sektorkopplung generell und speziell auch hier endlich stark dynamisierte Strompreise, weil sonst keine Geschäftsmodelle entstehen können.

Johannes Lackmann, Paderborn, 12.04.21

WestfalenWIND Strom informiert zu Ökostrom: Augen auf beim Stromkauf!

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom: Zu dieser Erkenntnis kamen die Teilnehmer eines Online-Vortrags im Rahmen der Klimawoche Bielefeld (15.03.) ganz schnell. Der Geschäftsführer von WestfalenWIND Strom, Dr. Andreas Schmitt, erklärte den Anwesenden, dass der Großteil des in Deutschland verkauften Stroms kein „echter“ Ökostrom ist. Oft sei es herkömmlicher Strom, der mit so genannten Herkunftsnachweisen aus norwegischer Wasserkraft „grün“ gewaschen wird, so der Stromexperte. Das dürfte für viele Stromkunden, die sich bewusst für ein Ökostromtarif entschieden haben, um einen Beitrag zur Energiewende zu leisten, eine bittere Pille sein.  Zusammen mit Christian Knops (Grüner Strom Label e.V.) lieferte Schmitt wertvolle Praxistipps zur Auswahl von Ökostromanbietern, die die Energiewende in Deutschland aktiv unterstützen. Beide forderten außerdem mehr Transparenz bei der Kennzeichnung von Ökostrom. Stromlabels, die echten Ökostrom ausweisen, könnten helfen.

Hier gibt es die Präsentation von WestfalenWIND Strom zum DOWNLOAD.

Auszeichnung für WestfalenWIND PV

Große Freude und Stolz beim regionalen PV-Installateur WestfalenWIND PV

Das renommierte Fachmagazin „pv magazine“ hat das Konzept, Kranstellflächen von Windenergieanlagen für Photovoltaik zu nutzen, im März 2021 als „Top Business Model“ ausgezeichnet.

Das sagt die Jury zu ihrem Urteil:

„Auf der Suche nach neuen Flächen fiel den Projektentwicklern von Westfalen Wind auf, dass es ungenutzte Areale bei Windkraftanlagen gibt. Die Kranstellflächen lassen sich für Photovoltaik erschließen, weil Smartvolt eine vormontierte Unterkonstruktion entwickelt hat, mit der sich eine Anlage nicht nur schnell aufbauen, sondern auch schnell abbauen lässt. Damit ist es möglich, die Anlage kurzfristig beiseite zu räumen, falls es im Laufe der Lebensdauer notwendig wird. Konservativ geschätzt lassen sich so auf doppelt genutzten Flächen in Deutschland 300 Megawatt mit rentablen Anlagen errichten. Dafür verleiht die Jury ein „pv magazine top business model“.
Hier geht es zum vollständigen Artikel des pv magazine:

Geplanter Mindestabstand lässt Ausbau der Windenergie nur noch im Raum Paderborn zu

Landesverband Erneuerbare Energien

Der von der Landesregierung geplante Mindestabstand macht einen Ausbau der Windenergie in weiten Teilen von NRW unmöglich. Das geht laut Regionalverband Ostwestfalen-Lippe im Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) NRW aus der neuen „Potenzialstudie Windenergie“ der Fachbehörde LANUV hervor. Flächen für einen relevanten Ausbau bleiben im „Restriktionsszenario“, das den realen Gegebenheiten in NRW am nächsten kommt, nur noch im Hochstift Paderborn übrig. „Dann scheitert die Energiewende in NRW,“ warnt Jürgen Wrona (Delbrück), Vorsitzender des LEE-Regionalverbandes OWL und appelliert: „Um NRW als Industriestandort zu erhalten, muss die Windenergie auch außerhalb des Paderborner Landes weiter ausgebaut werden.“

Dass die letzten Potenzialflächen für die Windenergie nach den Vorgaben der Landesregierung ausgerechnet im Raum Paderborn verbleiben, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Denn die CDU- Landtagsabgeordneten Daniel Sieveke (Paderborn), Bernhard Hoppe-Biermeyer (Delbrück) und Matthias Goeken (Bad Driburg) hatten sich selbst gerühmt, an der Festlegung eines Mindestabstandes von 1.000 Metern auch zu Kleinsiedlungen maßgeblich mitgewirkt zu haben. „Mit ihrem Einsatz für möglichst restriktive Vorgaben bewirken sie eine Konzentration des Windenergieausbaues in ihren Wahlkreisen – das ist genau das Gegenteil von dem, was die Abgeordneten erreichen wollten,“ so Daniel Saage, stellvertretender Vorsitzender des LEE-Regionalverbandes OWL.

Pikant ist die geplante Abstandsregelung auch, weil sie in krassem Widerspruch zum Koalitionsvertrag von CDU und FDP steht. Denn dort heißt es: „Wir wollen Repowering an durch Windkraft geprägten Standorten ermöglichen.“ Bestehende Anlagen, die den neuen Mindestabstand nicht einhalten, können aber nicht mehr repowert werden. Außerdem wurde im Koalitionsvertrag zugesagt, die Planungskompetenz der Kommunen zu stärken. Jetzt wollen CDU und FDP die

Kommunen jedoch zwingen, die neuen Abstandsvorgaben aus Düsseldorf zu beachten. Gültige Flächennutzungspläne müssten sogar geändert werden. „Die Landesregierung verursacht neue Rechtsunsicherheit und greift in die Planungshoheit der Kommunen ein,“ so Wrona.

Beim Ausbau der Windenergie hinkt NRW deutlich hinterher. Im Bundesdurchschnitt deckt die Windenergie 25 % des Stromverbrauchs, in OWL knapp über 20 %, in ganz NRW sind es unter 10 %. Ohne Repowering droht NRW noch weiter abgehängt zu werden. Nach Berechnungen des LEE NRW müsste der Bau von Windenergieanlagen auf 2,0 Prozent der Landesfläche planungsrechtlich ermöglicht werden, um die Klimaziele zu erreichen. Andere Bundesländer (Hessen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein) haben das 2-%-Flächenziel in ihrer Landesplanung verankert, NRW jedoch nicht. Im realitätsnahen Szenario für NRW bleiben laut LANUV nur 0,22 % der Landesfläche für die Windenergie übrig – also nur ein Neuntel von dem, was notwendig ist.

NRW-Pläne zur Windenergie schlimmer als befürchtet

Unter dem Feigenblatt vermeintlicher Akzeptanzsicherung plant die NRW-Landesregierung den Ausbaustopp der Windenergie. Illusorische Annahmen und realitätsferne Utopien in offiziellen Berechnungen sollen darüber hinwegtäuschen, dass die geplanten Abstandsregeln das Aus für den notwendigen Windzubau bedeuten. Doch ohne Windenergie kann NRW kein Energieland bleiben.
Der gestern veröffentlichte Zwischenbericht der Landesregierung über die Potenziale der Windenergie in NRW offenbart eine massive Einschränkung der Windenergie in Nordrhein-Westfalen. Unter den geplanten Abstandsregeln zwischen Windenergieanlagen und Wohnbebauung bliebe nicht annähernd genügend Fläche übrig, um die Klimaschutzziele zu erreichen.
Die Landesregierung legt ihren Berechnungen theoretische Annahmen zugrunde, die mit der genehmigungsrechtlichen Praxis nicht vereinbar sind. So werden topographische Begebenheiten gar nicht berücksichtigt und bspw. zu Flughäfen, Gewässern oder Autobahnen Abstände angenommen, die in der heutigen Genehmigungspraxis allesamt nicht zulässig sind.
Der Bericht suggeriert dabei, die Landesregierung erreiche ihre eigenen Ziele, während aus realistischer Perspektive absehbar ist, dass die getroffenen Annahmen diese Schlussfolgerung nicht zulassen. Stattdessen errechnet das LANUV in seinem deutlich realitätsnäheren sogenannten „Restriktionsszenario“ eine Potenzialfläche von gerade mal 0,22 Prozent der Landesfläche. Selbst dabei sind die Annahmen im Vergleich der aktuellen Genehmigungspraxis noch zu optimistisch gewählt. Das Potenzial des „Leitszenarios“ ist aufgrund völlig realitätsferner Annahmen erst recht nicht erreichbar und die dort skizzierte Flächenkulisse allenfalls Schönfärberei. Zum Vergleich: Für das Erreichen der Klimaziele wären 2 Prozent der Landesfläche für die Windenergie notwendig.
Zudem offenbaren beide von der Landesregierung vorgelegte Szenarien, dass das dringend benötigte Repowering – also der Austausch ausgedienter Anlagen durch moderne und leistungsstärkere – unter den geplanten Abstandsregeln kaum mehr möglich wäre, trotz anderslautender Versprechungen der Landesregierung. Obwohl sie an längst etablierten und breit akzeptierten Standorten stehen, würden so zahlreiche Windenergieanlagen mittelfristig verloren gehen.
Da auch die übrige Flächenkulisse stark eingeschränkt werden soll, ist absehbar, dass nicht genügend Windenergie zugebaut werden kann, um bis 2030 eine nennenswerte Steigerung der Windleistung zu erreichen. Stattdessen steht ein Rückbau an. Die LANUV-Gutachter schlussfolgern selbst, dass außerhalb der Eifel und dem Paderborner Raum praktisch kein Ausbau mehr stattfinden könnte. Angesichts des fortschreitenden Kohleausstiegs und dem steigenden Bedarf nach mehr klimafreundlicher Energie entsteht so eine Ökostromverknappung, die sowohl den Klimaschutz als auch den Industrie- und Energiestandort NRW langfristig gefährdet.
Reiner Priggen, Vorsitzender des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW): „Dieser Zwischenbericht übertrifft unsere schlimmsten Befürchtungen. Mit keinem der berechneten Szenarien lassen sich die Klimaziele erreichen. Realistisch bleibt nur ein Zehntel der benötigten Fläche übrig. Und woher der Strom für die Industrie in Zukunft kommen soll, bleibt ebenfalls ein Rätsel. Dass die Landesregierung mit realitätsfernen Annahmen rechnen lässt, ist ein schlechter Scherz und ein Schlag ins Gesicht für den demokratischen Prozess. Im Hinblick auf die Ziele der Energieversorgungsstrategie ist das Ganze eine reine Luftnummer.“

Gemeinsam mit WestfalenWIND arbeitet Zattoo am klimaneutralen Fernsehen der Zukunft

Dr. Fiete Dubberke (WestfalenWIND IT) und Stefan Lietsch (Zattoo) (v.l.)

Seit heute laufen erste Inhalte des TV-Streaming-Anbieters über ein eigenes Rechenzentrum direkt in einem Windrad

Paderborn/Berlin/Zürich – Dass klimaverträgliches Streaming möglich ist, zeigt jetzt eine gemeinsame Kooperation von Zattoo und WestfalenWIND. Durch das Green IT-Projekt windCORES des Windparkbetreibers bringt der TV-Streaming-Anbieter Zattoo sein Rechenzentrum direkt in eine Windkraftanlage. Seit heute laufen erste Inhalte des TV-Streaming-Anbieters über dieses innovative Rechenzentrum. Zattoo und WestfalenWIND übernehmen mit der gemeinsamen Zusammenarbeit  eine Vorreiter-Rolle. Soweit bekannt, ist dieses Projekt weltweit einzigartig.

Der weltweite CO2-Ausstoß steigt kontinuierlich und auch die Internetnutzung trägt mehr und mehr dazu bei. Auch Streaming-Dienste, Cloud-Anwendungen und Videokonferenzen werden immer häufiger genutzt. Das wird nicht zuletzt durch die aktuelle Corona-Lage deutlich. Auch wenn viele Rechenzentren schon heute energieeffizient betrieben werden, entstehen immer noch jede Menge CO2-Emissionen durch den laufenden Betrieb.

Bei Zattoo, einem der größten TV-Streaming-Anbieter Europas, werden im Monat über 80 Millionen Stunden TV-Inhalte gestreamt. Dabei werden täglich zwischen Nutzern und Rechenzentrum mehr als fünf Millionen Gigabyte an Daten ausgetauscht. Das verbraucht alleine bei Zattoo rund eine Million Kilowattstunden Strom pro Jahr, bei deren Produktion in der Regel CO2 anfällt. Bei Zattoo arbeitet man deshalb bereits an einer Lösung.

Mit dem windCORES-Projekt des Windparkbetreibers WestfalenWIND aus Paderborn plant Zattoo das eigene Rechenzentrum zukünftig direkt in einer Windkraftanlage zu betreiben. Nach einer Testphase laufen seit heute erste Inhalte des TV-Streaming-Anbieters über dieses innovative Rechenzentrum. Damit nutzt Zattoo nicht nur Ökostrom aus Windenergie für die Verbreitung von TV-Inhalten, sondern platziert das eigene Rechenzentrum direkt in das Windrad, also dorthin, wo der Strom entsteht.

„Mit windCORES werden die Windenergieanlagen einer weiteren nachhaltigen Nutzung zugeführt. So können wir den steigenden Energiebedarf durch die zunehmende Digitalisierung mit der Energiewende in Einklang bringen“, so Fiete Dubberke, Geschäftsführer IT bei WestfalenWIND.

“Die Idee, Rechenkapazität näher zur sauberen Energieerzeugung zu bringen und dabei noch ungenutzte Raumkapazitäten zu erschließen, ist so einfach und naheliegend und aus unserer Sicht ein Projekt, das hoffentlich Schule macht. Wir wollen konsequent zum nachhaltigen Unternehmen werden und andere dazu bewegen, mitzumachen”, so Stefan Lietsch, Chief Technology Officer bei Zattoo und Verantwortlicher für das Projekt.

Ende 2020 fand der Einzug der ersten Server von Zattoo in das Windrad von WestfalenWIND statt. In dieser ersten Phase wurden zunächst einige wichtige Tests an den Systemen und Prozessen von Zattoo durchgeführt. Heute Morgen wurden dann die ersten Server in Betrieb genommen. In einer nächsten Phase will Zattoo herausfinden, ob windCORES den unternehmenseigenen, hohen Ansprüchen an Stabilität und Zuverlässigkeit gerecht werden kann. Das ist für Zattoo, als Anbieter von Live Fernsehen äußerst wichtig, um sicherzustellen, dass der eigene Service rund um die Uhr genutzt werden kann. Nach und nach plant Zattoo dann immer mehr Inhalte über das Rechenzentrum im Windrad laufen zu lassen. Als erster Streaming-Anbieter weltweit, der mit seinen Servern in ein Windrad zieht, betritt Zattoo mit diesem Projekt absolutes Neuland. Sollten sich die Erwartungen an das Projekt erfüllen, plant Zattoo das Windrad zukünftig zum Hauptstandort für das eigene Rechenzentrum machen.

Über Zattoo:

Zattoo (www.zattoo.com) ist einer der führenden TV-Streaming-Anbieter in Europa mit rund 3 Millionen Nutzern monatlich. Das 2005 gegründete Unternehmen beschäftigt über 170 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Zürich sowie einen weiteren Standort in Berlin. Nutzer in der Schweiz, Deutschland und Österreich schauen über Zattoo alle beliebten TV-Sender in HD- und Full-HD-Qualität sowie eine Vielzahl an Video-On-Demand-Inhalten. Dabei steht Zattoo auf fast allen Endgeräten zur Verfügung, darunter Smart-TVs, PCs und Laptops, Streaming-Playern sowie Smartphones und Tablets. Neben der freien Nutzung bietet Zattoo in seinen kostenpflichtigen Abonnements auch Funktionen für zeitversetztes Fernsehen sowie EU-weites Streaming an. Seit 2012 bietet Zattoo seine Technologie auch Medienunternehmen und Netzbetreibern weltweit als TV-as-a-Service-Plattform an. Die Schweizer TX Group, ein digitaler Hub und Netzwerk von Medien und Plattformen, ist seit 2008 an Zattoo beteiligt und hält seit 2019 über 50 Prozent.

 

Über WestfalenWIND IT

windCORES ist eine Marke der WestfalenWIND IT GmbH & Co.KG, die zur WestfalenWIND-Gruppe gehört. Die Gruppe mit Sitz in Paderborn und Lichtenau betreibt und verwaltet rund 170 Windkraftanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 350 MW. Sie verfügt außerdem über einen eigenen Stromvertrieb, eine Photovoltaik-Sparte und ein eigenes Service-Team zur Wartung von Windkraftanlagen. Mit windCORES will WestfalenWIND die digitale Welt „grüner“ machen und eine innovative Lösung für eine verteilte Rechenzentrumsinfrastruktur der Zukunft bieten. Das Konzept zum Betrieb von klimaneutralen Rechenzentren in Windrädern wurde von der Unternehmenstochter WestfalenWIND IT GmbH & Co.KG in Zusammenarbeit mit der Universität Paderborn (SICP) entwickelt und als Patent angemeldet. 2019 wurde die Idee mit dem Deutschen Rechenzentrumspreis ausgezeichnet.

Brandbrief an NRW-Landesregierung: Windenergie nicht abwürgen

In einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten Armin Laschet fordern zahlreiche Windenergieunternehmen aus NRW die Landesregierung auf, von den geplanten Abstandsregeln abzurücken. Durch den Wegfall von Dreiviertel der notwendigen Flächen sehen sie anderenfalls sowohl das Erreichen der Klimaziele als auch Investitionen in Milliardenhöhe gefährdet.

75 Windenergieunternehmen haben sich in einem offenen Brief an den NRW-Ministerpräsidenten gewendet. Darin mahnen sie an, dass die geplanten Abstandsregeln für Windenergieanlagen drohen, den Windenergieausbau in Nordrhein-Westfalen vollständig zum Erliegen zu bringen. Das gefährdet das Erreichen der Klimaziele und steht im starken Widerspruch zum eigenen Anspruch der Landesregierung, die Klimaschutzmaßnahmen zu intensivieren. Zudem würden jährlich Investitionen von mehr als einer halbe Milliarde Euro verhindert, die gerade in der jetzigen Wirtschaftskrise aufgrund der Corona-Pandemie dringender denn je gebraucht werden.

Unter den geplanten Abstandsvorgaben stünden für die Windenergie lediglich rund 0,5 Prozent der Landesfläche zur Verfügung. Damit NRW seinen notwendigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele im Bund leisten kann, müssten jedoch mindestens zwei Prozent der Landesfläche für den Ausbau der Windenergie zur Verfügung gestellt werden. So ist es in benachbarten Bundesländern vorgesehen. Dadurch, dass ein 1.000-Meter-Abstand bereits zu zehn Wohnhäusern im Außenbereich gelten soll, fielen jedoch große Flächenpotenziale im häufig zersplittert besiedelten ländlichen Raum in NRW unweigerlich weg.

Die neuen Regelungen erschweren zudem das Repowering, also den Austausch von bestehenden Windenergieanlagen durch moderne und leistungsfähigere Anlagen an seit langem akzeptierten Standorten. Dadurch droht faktisch nicht nur ein Ausbaustopp, sondern sogar ein Rückbau der Windenergieleistung in Nordrhein-Westfalen.

Reiner Priggen, Vorsitzender des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW), unterstützt das Anliegen der Windunternehmer: „NRW ist das wichtigste Energieland und gleichzeitig größter CO2-Emittent im Bund. Gerade hier sollte der Ausbau der Erneuerbaren Energien also beherzt angepackt werden. Doch unter den Vorzeichen der pauschalen Abstandsauslegung wird die Windenergie – als wichtige Treiberin der Energiewende in NRW – völlig unverständlicherweise ausgebremst.“

Hier geht es zum Download des offenen Briefs an MP Armin Laschet

 

WestfalenWIND weist Behauptungen der OWL-Umweltverbände als sachlich falsch und haltlos zurück

Windpark Gauseköte ist ein Klima- und Artenschutzprojekt 

„Das Vorgehen der OWL-Umweltverbände ist überraschend und enttäuschend“, so Jan Lackmann Geschäftsführer der WestfalenWIND Planung GmbH & Co. KG, die den Bau von 13 Windenergieanlagen an der Gauseköte plant. Mit den daraus zu erwartenden 250 Millionen Kilowattstunden Ökostrom würde der Kreis Lippe seine bislang geerntete Windstrom-Menge knapp verdoppeln können (Bezugsquelle Energieatlasnrw.de).

Die Standorte der Anlagen befinden sich allesamt auf devastierten Waldflächen, auf denen Fichten dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen sind. Wertvolle Laubholzbestände werden nicht in Anspruch genommen. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich diese Flächen mit einem klimastabilen Mischwald auf natürliche Weise verjüngen. Im Übrigen würden die Windkraftanlagen einer solchen Verjüngung aber auch nicht entgegenstehen.

Öffentliche Kritik zu einem Zeitpunkt zu äußern, an dem das eigentliche Genehmigungsverfahren noch gar nicht richtig angelaufen ist und nicht alle Details bekannt sind, sei schon ein merkwürdiges Vorgehen. Schließlich seien die Verbände im Vorfeld sehr frühzeitig in das Verfahren beim Kreis Lippe eingebunden worden, mit dem Ziel konstruktiv an Artenschutzthemen mitzuarbeiten. Die jetzigen haltlosen Behauptungen würden daher nur der Stimmungsmache dienen, kritisiert Lackmann.  Im Gegensatz zu den Behauptungen seien zudem keine Laubwaldflächen oder Naturschutzgebiete von dem Projekt betroffen.

Der Experte für Windkraft-Planungsverfahren hält das Bekenntnis der Umweltverbände zur Energiewende für heuchlerisch. „In fast jedem Windkraft-Projekt im Bereich Schlangen/Horn Bad Meinberg hat sich der NABU bislang ablehnend geäußert“, so Lackmann. WestfalenWIND frage sich ernsthaft, wie sich der NABU die Energiewende denn vorstelle, wenn quasi überall Windenergieanlagen abgelehnt würden?

Zu den Fakten:

 

  • Der Regionalplan weist an der Gauseköte in der Tat einen „Bereich zum Schutz der Natur“ aus. Diese Bereiche sind aber keine Ausschlusskriterien für Windkraft. Auch das Oberverwaltungsgericht Münster hat jüngst entsprechend geurteilt. Kommunen können also sehr wohl diese Flächen in ihre Windvorrangzonen aufnehmen. Zudem: Der Borkenkäfer hat sich an diese Zonierung leider nicht gehalten, er hat in dem Bereich etwa 50 Prozent der Waldbestände „erledigt“.

 

  • Die in der Nähe liegenden FFH- und EU-Vogelschutzgebiete „Östlicher Teutoburger Wald“ und „Senne“ sind von dem Windpark nicht betroffen. Alle Anlagenstandorte liegen außerhalb dieser Gebiete. Sie wirken auch nicht auf diese in unzulässiger Weise ein. Eine bereits erstelltes Artenschutzprüfung belegt, dass es im relevanten Umfeld der Windenergieanlagen keine Artenschutzprobleme gibt. Die bisherigen Untersuchungen widerlegen auch die Behauptung, es handele sich bei dem Gebiet um einen „Hotspot der Biodiversität“.  Weitere umfangreiche Untersuchungen laufen und werden der Öffentlichkeit selbstverständlich dargelegt.

 

  • Eventuelle Auswirkungen des Windparks auf geschützte Vogelarten werden im Rahmen des Genehmigungsverfahrens intensiv von den Behörden geprüft. Bei möglichen Konflikten würden laut Artenschutzleitfaden NRW entsprechende Vermeidungsmaßnahmen wie Abschaltungen etc. durch die Behörden verfügt. Grundsätzlich gibt es bei Windkraft in Waldgebieten weniger mögliche Artenschutz-Konflikte, als auf Freiflächen.

 

  • Das Landschaftsbild wird sich durch den Windpark verändern, ja. Eine entsprechende Visualisierung haben wir bereits veröffentlicht. Auch diese Veränderung wird im Rahmen des Genehmigungsverfahrens bewertet und muss entsprechend kompensiert werden. Zum Beispiel durch Aufforstung in anderen Bereichen. Außerdem ist es völlig normal, dass sich die Landschaft über die Jahrhunderte verändert. Der Klimawandel hat und wird unser Landschaftsbild weitaus stärker verändern, als der geplante Windpark. Im Übrigen werden Einnahmen aus der Windkraft von dem Flächeneigentümer dazu verwendet, die devastierten Waldflächen mit einem klimaresistenten Mischwald wieder aufzuforsten, der dem Teutoburger Wald sein altes Erscheinungsbild zurückgibt.

 

  • Die Behauptung der Umweltverbände, es gäbe noch Alternativen und viele nicht genutzte Windkonzentrationszonen in der Region, ist falsch. Etliche von diesen Flächen sind nach aktuellen Planungsgrundlagen und Rechtsprechungen tatsächlich nicht mehr nutzbar. Beispielsweise gibt es auf dem Gebiet der Stadt Detmold neben der aktuell beplanten Fläche bei Beachtung des gesetzgeberisch beschlossenen 1000 m Mindest-Abstandes nur noch einige wenige Flächen für Einzelstandorte. Der Windpark Gauseköte hält immer mindestens 1150m Abstand zur nächstgelegenen geschlossenen Wohnbebauung. Der Landesentwicklungsplan steht der Planung also nicht entgegen.

 

  • Die „Qualitätswanderregion Lippe“ ist durch den Bau des Windparks nicht gefährdet.  Die Äußerungen der Verbände hierzu sind rein polemisch. Es gibt keine Kriterien, die eine Auszeichnung verhindern, wenn ein Qualitätswanderweg am Rande eines Windparks liegt. Zahlen aus dem benachbarten Kreis Paderborn belegen, dass parallel zu einem starken Ausbau der Windkraft auch die Tourismuszahlen ansteigen können. Dort sind die Gästeübernachtungen seit 2013 um über 12 % gestiegen. Die Tourismusbranche muss deshalb keine Einbußen fürchten. Das zeigt auch ein Beispiel aus Kirchhundem: Dort zieht ein 10 Jahre alter Windpark regelmäßig Wanderer-Gruppen an. Der direkt an einem Windpark vorbeilaufende Rothaarsteig ist auch weiterhin ein Premium-Wanderweg. An der Gauseköte ist vorstellbar, dass ein vom Windpark unterstützter Energielehrpfad womöglich eine zusätzliche lippische Tourismusattraktion werden könnte.

 

  • Für den Bau der Windenergieanlagen sind Fundamente notwendig. Diese haben aber keine „gewaltigen und tiefen“ Dimensionen, wie die Naturschutzverbände in ihren Stellungnahmen behaupten. Nach jetzigem Stand reichen die speziellen Flächenfundamente maximal 2 Meter tief in den gewachsenen Boden. Also weniger tief, als ein üblicher Keller eines Wohnhauses. Die Grundwasserleiter werden dadurch nicht beeinträchtigt. Spezielle Gutachten und Untersuchungen dazu werden im Rahmen des Genehmigungsverfahrens offengelegt.

 

  • Die Frage, ob ein Windpark Gauseköte eine mögliche Ausweisung eines Nationalparkes Senne verhindern könnte, stellt sich nicht: Im Koalitionsvertrag der Landesregierung ist festgehalten, dass im Teutoburger Wald und in der Senne kein Nationalpark entstehen soll. Eine entsprechende Planung existiert nicht mehr. Alte Planungen sind durch den Klimawandel überholt. Im Übrigen stünde der Windpark der späteren Ausweisung eines Nationalparkes auch nicht unbedingt entgegen. Entsprechende Befürchtungen sind daher unbegründet.

 

  • Es wird wesentlich weniger Fläche im Windpark dauerhaft versiegelt, als von den Umweltverbänden behauptet. Von der gesamten Windparkfläche von 400 Hektar für 13 Anlagen werden 2,6 Hektar dauerhaft versiegelt bleiben. Das ist in etwa so viel Fläche, wie die öffentlichen Parkplätze samt Zuwegung und Gebäuden am Hermanns-Denkmal einnehmen. Rund 9 Hektar rund um die Anlagenstandorte bleiben Offenland. Allerdings wird für diesen Eingriff an anderer Stelle wertvollerer Waldbestand wieder aufgeforstet – und zwar auf deutlich größerer Fläche. In der Bauphase gibt es – wie bei jedem Baugebiet üblich – etwas größere Rangierflächen, die nach Ende der Baumaßnahmen wieder rückgebaut und renaturiert werden. Die kritisierten notwendigen 5m breiten Zuwegungen sind zum Großteil schon vorhanden. Die bestehenden Forstwege sind bereits LKW befahrbar und 4 m breit. Um den Eingriff für Kurvenausbauten etc. so klein wie möglich zu halten, ist geplant, die Anlagenteile mit weniger ausladenden Selbstfahr-Fahrzeugen zum Standort zu bringen.

Fazit: Die Erholungslandschaft Teutoburger Wald wird durch den Windpark nicht zerstört, sondern im Gegenteil genau durch solche Klimaschutzprojekte erhalten.

Jede Klimaschutzmaßnahme ist unumstritten auch eine Artenschutzmaßnahme. Wissenschaftler sind sich einig, dass der Klimawandel die größte Bedrohung für alle Arten, inklusive des Menschen ist. Lackmann wirft den OWL-„Umweltverbänden“ daher vor, nur die vermeintlichen Biotope vor der eigenen Haustür zu betrachten, die globale Erwärmung aber nicht im Blick zu haben.

Der geplante Windpark mit 13 Anlagen und einer tatsächlichen Inanspruchnahme von ca. 2,6 ha Fläche wird jedenfalls so viel CO2 vermeiden, wie 6000 Hektar zusätzliche Waldfläche binden würden, so Lackmann.

Visualisierung WP Gauseköte

Infos zum Projekt:

Die Gesamtinvestitionen für das Projekt belaufen sich auf über 65 Millionen Euro. Geplant sind 13 Enercon-Anlagen des Typs E-160 mit einer Nabenhöhe von 166 Metern. Mit einer Nennleistung von 5,5 Megawatt würden sie jährlich ca. 250 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Mit dieser Menge lassen sich rund 70.000 Durchschnittshaushalte versorgen. Eine solche effiziente Energieausbeute auf geringer Fläche ist nur wegen der erstklassigen Windlage möglich und an keinen anderen Standorten in NRW sonst erreichbar. Der Kreis Lippe würde allein mit dem Windpark Gauseköte die geerntete Windstrom-Menge knapp verdoppeln können (Bezugsquelle Energieatlasnrw.de). Mit aktuell knapp 30 Prozent Ökostromanteil am Gesamtverbrauch liegt der Kreis Lippe deutlich hinter dem Bundesdurchschnitt. Der liegt bei knapp 50 Prozent. Von der gesamten Windparkfläche von 400 Hektar für 13 Anlagen werden 2,6 Hektar dauerhaft versiegelt bleiben. Das ist in etwa so viel Fläche, wie die öffentlichen Parkplätze samt Zuwegung und Gebäuden am Hermanns-Denkmal einnehmen.

 

 

„Kulturimbiss“ – powered by WestfalenWIND

Es sind harte Zeiten für Kulturschaffende und Kulturbegeisterte. Als das Kutlurbüro OWL diese scheinbar verrückte Idee einer mobilen Kleinkunstbühne hatte, war es für uns als regionales Unternehmen selbstverständlich, dieses Vorhaben finanziell zu unterstützen. WestfalenWIND fördert seit Jahren in größerem Umfang Kultur und Sport in der Region – das ist Teil unserer Firmenphilosophie. Für viele ist Kultur ein Lebenselixier und der Kulturimbiss bietet den perfekten Rahmen für kreative Ideen, für mobile und flexible Kulturangebote. Statt Pommes rot-weiß oder Currywurst versorgt dieser Imbiss Kulturhungrige mit Live-Kultur. Der Wagen kann in Gärten, auf Höfen und Plätzen und überall dort, wo Kulturhungrige warten, schnell und problemlos aufgestellt werden. Der perfekte Lieferservice für Unternehmen, Nachbarschaften, Städte und Kommunen. Mehr dazu und erste Bilder gibt es unter www.kulturimbiss.de

Für viele WestfalenWIND Strom-Kunden gehen die Preise runter

Ein Großteil der Kunden des regionalen Stromanbieters WestfalenWIND Strom darf sich ab dem nächsten Jahr über eine leichte Preissenkung von 0,5 Cent pro Kilowattstunde freuen. Möglich wird das durch die vom Bund beschlossene Deckelung der EEG-Umlage für 2021. Auch die Netzdurchleitungskosten sind im Westfalen Weser Netz-Gebiet leicht gesunken, im Gebiet von Westnetz allerdings deutlich gestiegen.

Dort wo eine Senkung der Netzkosten erfolgte, gibt das Unternehmen aus Paderborn und Lichtenau den entstandenen Preisvorteil an seine Stromabnehmer weiter. „Wir freuen uns, diese Preissenkung realisieren zu können, insbesondere vor dem Hintergrund, dass andere Bestandteile des Strompreises leicht gestiegen sind,“ sagt Andreas Schmitt, Geschäftsführer der WestfalenWIND Strom GmbH. „Wir wundern uns jedoch, dass andere Stromanbieter in Paderborn diese Kostensenkungen nicht weitergeben“, fügt Mitgeschäftsführer Winfried Gödde hinzu.

Vom günstigeren Stromtarif profitieren Kunden in Paderborn, Büren, Borchen, Delbrück, Salzkotten, Hövelhof, Bad Lippspringe, Altenbeken und Teile der Kreise Höxter, Lippe und Gütersloh. Für ihre Stromabnehmer in Lichtenau, Bad Wünnenberg und vier Bürener Ortsteilen konnte die WestfalenWIND Strom GmbH die Tarife immerhin stabil halten. „Hier wird leider der Preisvorteil der gesunkenen EEG-Umlage durch die Anhebung der Netzkosten durch den Netzbetreiber Westnetz aufgefressen“, erläutert Schmitt, der – wie andere Energieversorger auch – seit einiger Zeit spürt, dass immer mehr Stromkunden zunehmend daran interessiert, dass ihr Strom nachhaltig und regional produziert wird.