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Wo Ökostrom draufsteht, ist oft kein Ökostrom drin. Zumindest nicht, wenn man mal genauer hinschaut.  Der Gesetzgeber hat ein System installiert, bei dem der Kunde glaubt, er bekomme Öko-Strom oder unterstütze zumindest den Ausbau von Anlagen zur Ökostromerzeugung, in Wirklichkeit aber ist das meist nicht der Fall.

Das Zauberwort für diese politisch zugelassene Verbrauchertäuschung lautet „Herkunftsnachweise.“

Es funktioniert so:

Stromversorger kaufen ihren Strom an der Börse ein, dabei handelt es sich im Regelfall um den bundesdeutschen Mix aus Kohle-, Atom- und Erneuerbarem Strom. Um seinen Kunden diesen Strom dann aber als 
100 % Ökostrom verkaufen zu dürfen und so teilweise deutlich höhere Preise zu erzielen, muss der Versorger sogenannte Herkunftsnachweise vorlegen. Die sind spottbillig am Markt zu haben, zum Beispiel aus Norwegen. Dort wird viel Strom aus Wasserkraft produziert - die Betreiber der Wasserkraftwerke erhalten für jede Kilowattstunde Ökostrom-Zertifikate, die sie am internationalen Markt frei verkaufen können.

Mit diesen Zertifikaten kann der normale Strom ganz einfach in Ökostrom umetikettiert werden, obwohl er weiterhin zu großen Teilen aus Kohle- oder Atomkraftwerken stammt. Dieses System ist für Verbraucher kaum nachvollziehbar.

Für eine durchschnittliche jährliche Haushaltsstrom-Menge von 3500 Kilowattstunden kosten die nötigen Herkunftsnachweise bzw. Zertifikate im Jahresschnitt gerade mal 3,50 Euro.

Das ist alles legal, aber es wäre es nur fair, wenn der interessierte Stromkunde aufgeklärt würde. Denn durch Zertifikate aus norwegischer Wasserkraft wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien hier bei uns in keinster Weise gefördert.

An diesem legalen Etikettenschwindel wird sich WestfalenWind-Strom nicht beteiligen.

Wir beliefern unsere Kunden überwiegend mit Strom aus unseren Erzeugungsanlagen im Kreis Paderborn. Da Wind und Sonne nicht permanent Strom liefern, kaufen wir den übrigen Strom von unserem Vertragspartner (CLENS) aus Leipzig in dem Umfang, dass die Kunden rund um die Uhr bedarfsgerecht beliefert werden.

Mit folgenden Schaubildern versuchen wir mal, das komplizierte System zu erklären:

  • Die WestfalenWind-Gruppe erzeugt mit ca. 150 Anlagen im Jahr 800 Mio. Kilowattstunden sauberen regionalen Strom
  • Der Gesetzgeber verpflichtet uns, diese Strommengen über die Börse zu verkaufen (= Direktvermarktung), ansonsten erhalten wir keine EEG-Vergütung.
  • Von der Börse aus „fließt“ der Strom in den deutschen großen Stromsee (das bundesdeutsche Stromnetz)
  • Dort vermischen sich die Stromqualitäten (grün = erneuerbar / schwarz = Kohle, Braunkohle, Atomstrom)

      Alles wird zu einer „grauen Masse“ = Strom allgemeiner Herkunft = Deutscher Strom-Mix

  • Die Stromlieferanten greifen auf diesen „See“ zurück und kaufen den Strom für ihre Kunden (Haushalte, Gewerbe, Industrie) ein.
  • Dieser Strom ist von seiner „Qualität her grau“!
  • Will ein Energieversorger den Strom an seine Kunden als „Öko-Strom“ verkaufen, dann muss er den Strom „ Waschen“ !!
  • Wie funktioniert nun dieses „WASCHEN“?
  • Dazu hat der Gesetzgeber ein Verfahren festgeschrieben, das aus unserer Sicht keinen Mehrwert bringt, um in Deutschland die Energiewende voran zu bringen.
  • der Anlagenbetreiber liefert Strom an die Börse (Händler), das EVU (Stromlieferant) kauft und liefert an den Kunden = Graustrom
  • Der Anlagenbetreiber lasst sich die Liefermenge „sauberen Strom“ mit einem Herkunftsnachweis bescheinigen (Bundesumweltamt).
  • Dieser Herkunftsnachweis landet in einem großen „Topf“ = Konto
  • Wenn nun der Händler Ökostrom an einen Stromlieferanten liefern soll (weil der Lieferant dem Kunden Ökostrom verkaufen will), dann legt der Händler zu der Strommenge ein Papier (Zertifikat) dabei.
  • Jetzt kann der Stromlieferant dem Endkunden offiziell den gelieferten Graustrom mit dem Zertifikat „entwerten“ – und siehe da, aus Grau wird Öko !
  • Natürlich wird der gesamte Prozess mit viel bürokratischem Aufwand überwacht, damit nur einmal entwertet wird.

Aber treibt  das in Deutschland die Energiewende voran?

Werden deshalb mehr saubere Energieerzeugungsanlagen (PV, Biogas, Wind, Wasser) mehr gebaut?

Ganz deutlich:  NEIN!

Und deshalb macht WestfalenWind dabei nicht mit.

Betrachtet man dieses Geschehen EU-weit, wird alles noch absurder! (siehe auf den nächsten Folien)

  • Ein Blick auf unseren deutschen Strom-Mix zeigt, dass wir jetzt bei über 40% Erneuerbare Energien bei der Nettostromerzeugung liegen.
  • Dennoch kaufen viele Stromversorger – wie z.B. die Stadtwerke Paderborn – ausländische Zertifikate ein, um ihren Kunden Ökostrom zu liefern.
  • Dennoch fließt fast kein Strom aus dem Ausland nach Deutschland – da wir in Deutschland eine Überproduktion haben und bei viel Strom aus Wind, PV u.a. der Strom ins Ausland verkauft wird. Wenn es bei der Diskussion um den Kohleausstieg gelingt, „dreckige Kraftwerke“ zu reduzieren und dann abzuschalten, werden wir höhere Anteile sauberer Energie in Deutschland bekommen.
  • Wie funktioniert der europäische Zertifikatehandel, das „Waschen von Strom“? Sehen Sie, wie Deutschland angeblich Ökostrom bekommt und Norwegen „Dreckstrom“ aus Deutschland.
  • Die Stromproduktion in Norwegen wird zu 98% aus Wasserkraftwerken gewonnen, ist also saubere Energie.
  • Nun kaufen deutsche Stromversorger Zertifikate aus Norwegen (wie gesagt, nicht Strom sondern nur ein Papier).
  • Jetzt kann der Stromlieferant bei seinen Kunden behaupten, er liefere Ökostrom.
  • Physikalisch kann jedoch kaum Strom von Norwegen nach Deutschland fließen (siehe nächste Seite).
  • Zwischen D und Norwegen gibt es keine Kabeltrasse, sie wird erst noch gebaut, Inbetriebnahme evtl. 2020 .
  • Sollte ein Kabel liegen (von Südnorwegen nach Schleswig Holstein), dann könnte eine kleine Menge zu uns kommen.
  • Die Norweger haben aber gar nicht so viel Überproduktion, um uns nennenswert etwas „abzugeben“.
  • Gerüchte im Strommarkt sagen sogar etwas anderes: Wenn das Kabel liegt, dann kann endlich der norddeutsche Windstrom abtransportiert werden nach – nein, nicht nach Bayern, das dauert noch, er geht dann evtl. nach Norwegen, damit in Norwegen bei deutscher Überproduktion das Wasser wieder „auf den Berg“ gepumpt werden kann – um dann später wieder Ökostrom zu produzieren.

Doch was passiert in Norwegen mit der Stromqualität – wenn wir in Deutschland die norwegischen Zertifikate besitzen?

  • Werfen wir einen Blick auf die norwegische Stromkennzeichnung:
    • jetzt wird durch den Zertifikate-Handel (überwiegend mit Deutschland) den norwegischen Verbrauchern erklärt:

  Euer Strom ist jetzt nur noch zu 14% sauber, der Rest stammt aus Kernkraft und Kohle, geliefert „auf dem Papier“ = Zertifikate aus Deutschland!

  • Zur Erinnerung: die Stromproduktion in Norwegen besteht zu 98% aus Wasserkraft.
  • Und in Deutschland: da freuen sich die Kunden, dass ihr Stromlieferant „Öko-Strom“ liefert!
  • Das nennen wir legalisierte Verbrauchertäuschung!  - Beurteilen Sie selbst dieses Verfahren.

Nochmals:

Da machen wir nicht mit – denn für die Energiewende wird durch diesen Papierhandel gar nichts erreicht.

Lassen Sie sich nicht auf so einen Kuhhandel ein.

Und:

Island wartet darauf, den geothermisch erzeugten Strom ebenfalls mit einem Zubrot an gutgläubige Konsumenten in Europa zu verkaufen.

Die Preise für Zertifikate sind im Jahr 2018 gestiegen:

Wir gehen davon aus, dass für Zertifikate in Deutschland ca. 120.000.000 € ausgegeben werden – für den Papierhandel.

Kommen Sie zu uns!

Helfen Sie, die Energiewende in Deutschland zu gestalten.

Wir freuen uns auf Sie!

Haben Sie Fragen zum Tarifwechsel?
Rufen Sie uns an – wir helfen Ihnen gerne
Montag bis Donnerstag: 8:00 - 17:00 Uhr
Freitag: 8:00 bis 14:00 Uhr

WestfalenWIND Strom GmbH
Leihbühl 21
33165 Lichtenau

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