Das Affen-Theater der deutschen Autoindustrie – ein Gastkommentar von Franz Alt

Gastkommentar von Franz Alt:
Das Affen-Theater der deutschen Autoindustrie

05.02.2018

Die Unfähigkeit der deutschen Politik, überhaupt noch zukunftsfähige politische Entscheidungen zu treffen, wird immer offensichtlicher.

  • Klimapolitik? Kein wirkliches Thema bei den Koalitionsverhandlungen.
  • Verkehrswende? Aber doch nicht mit den Autoparteien CDU/CSU und SPD.
  • Agrarwende? Die Lobbyisten des Deutschen Bauernverbandes wissen sie zu verhindern. Brauchen wir überhaupt noch eine neue Bundesregierung, wenn uns ohnehin die Wirtschaft und ihre Lobbisten regieren?

Offenbar bewirken zehn Affen, die von der Autoindustrie für ein Diesel-Greenwashing missbraucht wurden, mehr als Jahre lange mühevolle Aufklärungsarbeit der Umweltverbände. Jetzt plötzlich geben sich alle bestürzt und geloben Besserung. Wir leben im Zeitalter des Affentheaters. „Die Affen“, schreibt Gerald Traufetter im „Spiegel“, „sind zum Symbol für den dramatischen Werteverfall in den Chefetagen geworden“.

In der EU sterben jedes Jahr 400.000 Menschen an Atemwegs-, Krebs- und Herzerkrankungen. Und in 70 deutschen Städten werden die Grenzwerte für Stickoxide um ein Vielfaches überschritten. Doch die Technologien des Todes werden politisch weiter gefördert und zehn Affen sind weit bedeutender als Millionen Menschen als Versuchstiere der deutschen Autowirtschaft.

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